Timo Petersen

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Leichtathletik: Knapp 900 Teilnehmer beim rundum zufriedenstellenden Herrenberger Frühlingslauf am Start 

Auch bei der zweiten Ausgabe des runderneuerten 17. Herrenberger Frühlingslaufs hat sich gezeigt, dass der Umzug auf eine neue Strecke im und vor die Tore des Volksbank-Stadions richtig war. Knapp 900 Teilnehmer, darunter fast zwei Drittel Kinder und Jugendliche, nahmen teil - und ließen sich auch von kurzzeitigen Regenschauern den Spaß nicht verderben.

Thomas Volkmann

Man könnte diesen Frühlingslauf als ein "Spektakel in drei Akten" betrachten, dessen publikumswirksamster und emotionalster Abschnitt sich gleich schon zu Beginn abspielt. Der Aufmarsch der Bambini, von denen die jüngsten bereits dem Jahrgang 2010 angehörten, ist einfach nur putzig anzuschauen. Stolz werden hernach von den "Kiddies" die Medaillen für den nicht minder zufriedenen Familienfotografen präsentiert, der noch glücklicher ist, wenn Sohn oder Tochter eine besonders guet Platzierung erreicht haben. Wer den Läufernachwuchs schon beim Start fotografiert hat, wird sich später beim Betrachten mit einer Art Wimmelbild konfrontiert sehen. Teilweise kam es nach dem Zieleinlauf aufgrund der Läuferscharen sogar zu Rückstaus bei der Medaillenausgabe. Nach dem zweiten Schülerlauf für die Jahrgänge 1999 bis 2002 gabs noch eine unfreiwillige Himmelsdusche dazu. Sie ließ auch die Zuschauer flugs unter das Tribünendach im Stadion flüchten.

Den sportlich interessanten Abschnitt freilich markierte beim Herrenberger Frühlingslauf das Rennen über zehn Kilometer, quasi der dritte Akt der Laufveranstaltung. Etwas mehr als 300 Protagonisten gingen diesmal an den Start, etwa 50 weniger als noch im Vorjahr bei der Stadionpremiere. Die Führung während der ersten der insgesamt drei auf einer Schleife vom Stadion bis kurz vor Affstätt führenden Runden übernahm mit dem Dornstettener Christian Lenk (Sport Klos Team) jener Athlet, durch den im Vorjahr die beiden Kenianer Philip Kiptoo Rutto und Gideon Kemboi Kiplagat am Frühlingslauf teilnahmen.

Wer nach diesem ersten Drittel bereits auf Lenk gesetzt hatte, sah sich jedoch getäuscht. Gleich zu Beginn der zweiten Runde zog mit Marc Steinsberger vom TV Zell am Neckar ein frisch aus dem Trainingslager bei Rimini zum Formtest in Herrenberg angetretener Bahnspezialist an Lenk vorbei - und diese Führung ließ sich der 18-Jährige auch nicht mehr nehmen. Seine Siegerzeit: 33:41 Minuten. Lenk rettete sich am Ende noch vor dem zeitgleich in 34:24 Minuten ins Ziel laufenden Marius Stang (SSV Ulm) auf den zweiten Platz.

Den Körper noch abtrainieren

"Im Grunde habe ich meine Karriere als Läufer beendet, mir fehlt mittlerweile die Motivation. Trotzdem muss ich nach und nach meinen Körper noch abtrainieren, mein Trainingsumfang beträgt daher aktuell nur noch 40 statt bisher 120 Kilometer pro Woche", sagt Lenk. Während der 33-Jährige trotzdem gerne aufs oberste Siegertreppchen gestiegen wäre, hatte sein Bezwinger zunächst nicht damit gerechnet, beim Frühlingslauf triumphieren zu können. "Als der Abstand kleiner wurde, habe ich mir aber durchaus Hoffnungen gemacht", gibt der mehrfache baden-württembergische Jugendmeister über Mitteldistanzstrecken zu. Auf der leicht ansteigenden Schießmauer vom Stadioneingang Richtung Zeppelinstraße hinauf übernahm er nach etwas mehr als drei Kilometern die Führung.

Etwas weiter dahinter duellierte sich Holger Reichert (Sport Klos Team) unter anderem mit zwei Kollegen des späteren Siegers - mit Erfolg. Reichert kam in 34:43 Minuten auf Rang vier, vier Sekunden vor Philipp Straub (TV Zell). Timo Steinsberger, der Zwillingsbruder des Frühlingslaufgewinners, stieg hingegen nach sechs Kilometern wegen Sehnenproblemen aus. "Ich hab schließlich noch eine lange Wettkampfsaison vor mir, da will ich nichts riskieren", kommentierte er. Als bester reiner Gäu-Athlet lief der Nufringer Benjamin Schmid (Vorsicht Elch Herrenberg) auf Platz sechs (36:31 Minuten).

Ihm auf den Fersen folgte mit Julia Gajer (Ditzingen) die schnellste Frau (36:47 Minuten). Den im Vorjahr von Christine Schleifer (Tri Team Heuchelberg) aufgestellten Streckenrekord verfehlte sie allerdings um 25 Sekunden. "Ich war trotzdem sehr zufrieden, anvisiert hatte ich eine Zeit von 37 Minuten", meinte die Triathletin. Die Strecke fand sie "schön, aber knackig". Wie schon 2011 war die Öschelbronnerin Franziska Mast (Stahl Sport Shop Team) beste Frau aus dem Gäu. Diesmal wurde Mast Vierte.

Für Frühlingslauf-Organisator Timo Petersen und sein an diesem Tag aus rund 40 Helfern bestehendes Team lief diesmal alles bestens und am Schnürchen. "Ich bin richtig zufrieden", meinte der Lauftreff-Chef des VfL Herrenberg.


Von Edelfans und Vuvuzela-Tricks

Leichtathletikszene: Beim 17. Herrenberger Frühlingslauf kommt mit einem Smart erstmals ein Streckenfahrzeug zum Einsatz

 

Was haben der 17. Herrenberger Frühlingslauf und der Berlin-Marathon gemeinsam? Und was macht aktuell der Vorjahressieger? Und wie fühlt es sich für einen Lehrer an, von Schülern gejagt zu werden? Antworten darauf geben die folgenden Zeilen.

Gedränge im Läuferpulk - 71 Kinder am Start des Bambinilaufs im Stadion, 215 Schüler der Jahrgänge 2003 bis 2006 im ersten, noch mal 172 beim zweiten Schülerlauf für die Jahrgänge 1999 bis 2002 - da kanns schon mal sein, dass man sich auf die Hacken tritt. "Wer hat einen Schuh gefunden?", fragte denn auch eine Mutter nach dem Bambinilauf - wobei man sich dabei auch fragen könnte, ob der junge Einschuhathlet (vielleicht ja auch angeregt durch die Lektüre des "Gäubote"-Barfußschuhberichts vergangene Woche) nicht einfach nur den Unterschied zwischen mit und ohne Schuh laufen erspüren wollte. Bei den Schülern I stürzte Bastian Groeper (TSV Kuppingen) gleich nach dem Start, rappelte sich schnell auf, lief tapfer weiter und schloss schließlich mit Rang 13 ab. Das DRK-Helferteam spendierte hernach ein Pflasterle für den aufgeschürften Ellenbogen.

Edelfans - Nur als Zaungast vor Ort waren unter anderem der Gültsteiner Wolfgang Gauß (er startete gestern beim Halbmarathon in Kempten) und der Nebringer Helge Fallscheer. "Ich bin heute nur als Edelfan meiner Tochter hier", meinte der Physiotherapeut. Seinen Startverzicht erklärte er aber auch damit, dass er sich mittlerweile mehr aufs Radfahren verlegt habe. Zusammen mit Freunden sind Teilnahmen beim Black Forest Ultra, einem Rennen am Tegernsee sowie zum sechsten Mal beim Highlander am Bodensee geplant. "Vergangenes Jahr hatte ich mich beim Frühlingslauf verletzt, da wollte ich diesmal nichts riskieren", teilte Helge Fallscheer mit.

Streckenfahrzeug - Über seinen Sponsor Autohaus Wachenhut kam der Frühlingslauf heuer in den Genuss, ein Streckenfahrzeug sowie ein Zieleinlaufportal zur Verfügung gestellt zu bekommen. "Beide kommen heuer auch noch beim Marathon in Berlin zum Einsatz", informierte Timo Petersen. Am Steuer des gelb-schwarz karierten Smart, der den Teilnehmerfeldern auf der jeweils ersten Runde vorausflitzte, saß Niko Kruckenberg vom Herrenberger Laufteam Agenda 2020.

Stimmungsmacher - Teil der Sponsorenpakete sind aber auch faltbare Klapperfächer sowie Vuvuzelas aus Pappe. Verteilt an die Zuschauer sorgen sie für Stimmung an der Strecke, besonders den Kindern macht es Spaß, trötend und klappernd für Rambazamba zu sorgen. Als richtiggehend erfinderisch erwiesen sich die Bambini Fanny Eckstein und Hannah Muriel Baisch, die den in streichholzgroßen Schächtelchen versteckten "kleinsten Fitnesstests" zweckentfremdeten. Den im Schächtele verborgenen Luftballon bliesen sie auf und ließen die Luft durch die Vuvuzela strömen.

Sonderpreis - Weil genügend Preise zur Verfügung standen, lobte das Orga-Team kurzfristig noch - des 17. Frühlingslaufs wegen - einen Sonderpreis für den 17. Platz aus. Gregor Kober vom Lauftreff Altburg darf sich nun über einen Rundflug im Segelflieger freuen.

Neue Motivation - Irgendwie kann man verstehen, wenn einem Spitzenathleten nach über 15 Jahren die Motivation verloren geht. Dem Dornstettener Christian Lenk ergeht es derzeit so. An Bewegung freilich mangelt es ihm nicht, Lenk hat das Tanzen für sich entdeckt - von Salsa bis Techno. Kontakt zu den seit einigen Jahren von ihm betreuten Kenianern Philip Kiptoo Rutto und Gideon Kemboi Kiplagat, die vergangenes Jahr in Herrenberg am Start waren, sowie einigen von deren Läuferkollegen, hat er immer noch. "Philip wollte am Wochenende eigentlich in Zürich beim Marathon starten, hat sich aber kurz zuvor verletzt, Gideon hingegen muss private Dinge in Kenia regeln", informierte Lenk.

Schüler jagen Lehrer - "Das ist schon ein besonderer Druck zu wissen, wenn einem die eigenen Schüler bei so einem Lauf auf den Fersen sind", gab Thomas Spengler, einer von drei Lehrern der Sportklassen der Jerg-Ratgeb-Realschule, zu. Letztlich hielt Spengler diesem Druck aber stand und gewann den Jedermannlauf über 3300 Meter mit knappem Vorsprung vor Julian Haas (VfL Herrenberg) und Ratgeb-Schüler Thorben Koch. In einem weiteren Duell bezwang Schüler Jan-Henry Barthel Sportlehrer Thore Schick. "Ausdauertraining wird bei uns im Sportunterricht großgeschrieben. Aus zeitlichen Gründen sind Läufe über 5000 Meter allerdings selten dabei, zwei Wettkämpfe im Jahr für alle Schüler der Sportklasse aber Pflicht. Neben dem Frühlingslauf wird das heuer auch wieder der Kuppinger Mondfängerlauf sein", sagt Schick.

Ziel vor Augen - Vergangenes Jahr bereits mit 20 Teilnehmern am Start, hat sich die Laufgruppe der Gemeinnützigen Wohn- und Werkstätten Herrenberg (GWW) heuer noch mal ordentlich vergrößert. Insgesamt 32 Bewohner und Betreuer nahmen diesmal an Jedermann- und Hauptlauf teil. "Es ist toll zu sehen, wie motiviert unsere Teilnehmer sind, wenn sie das Ziel vor Augen sehen", freute sich Bärbel Petersen. THOMAS VOLKMANN


Hier gibt es die ersten Bilder

des 17. Herrenberger Frühlingslaufes

 

Vielen Dank alle Teilnehmer, Helfer und Sponsoren für dieses gigantische Laufevent!


 Laufeinsteiger starten beim VfL Herrenberg

  

 

Fast 20° und einen blauen Himmel nutzten am Donnerstagabend die rund 20 Laufeinsteiger, des neuen Laufkurses beim VfL Herrenberg, um in Ihr 13 wöchiges Lauftraining zu starten.

Bei herrlichem Frühlingswetter traf man sich am Waldfriedhof Herrenberg um gemeinsam in die erste betreute Trainingseinheit zu starten. Ein strukturiertes und langsam aufbauendes Training soll die Teilnehmer des Kurses, in den nächsten Wochen, langsam an das Laufen heranführen. Im Vordergrund steht dabei immer die Gesundheit! Das fünfköpfige Trainerteam um Markus Klos, Timo Petersen, Dietmar Bühler, Peter Klein und Vivian Pleul wird die Läuferinnen und Läufer in jeder Einheit begleiten und sie vor allem in Sachen Trainingstempo und Lauftechnik beraten.

Während der Trainingswochen haben die Teilnehmer am 26. April die Chance an einem Vortrag über die passgenaue Ernährung, mit Ernährungsexpertin Christiane Hohl teilzunehmen. Stattfinden wird dieser um 20:00Uhr im VfL Center. Auch alle anderen Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

Abgeschlossen wird das Training dann mit der freiwilligen Teilnahme am Stuttgart Lauf am 17. Juni. Auf diesen haben es auch einige Teilnehmer des am Montag gestarteten Bahntrainings abgesehen. Bei dem ausgebuchten Kurs, welcher im Herrenberger Volksbankstadion stattfindet, arbeiten die Läuferinnen und Läufer an Ihrer Laufgeschwindigkeit und -technik.

Erstes Etappenziel wird für die VfL Lauftreffteilnehmer allerdings der Herrenberger Frühlingslauf am 21. April sein, der ja schließlich als Heimwettkampf gilt.

 


Timo Petersen als STB Dozent beim Turngau Hohenlohe

 

Am 14. April werde ich für den Turngau Hohenlohe beim TSV Ilsfeld zum Thema "Gesundheitsorientiertes Ausdauertraining" referieren. Hier die Beschreibung des Workshops:

 

Vor allem bei Untrainierten und (Wieder)Einsteigern gilt es im Bereich
Ausdauer Vieles zu beachten. Im Workshop werden passende
Trainingsmethoden, Intensitäten und Variationen theoretisch und
praktisch vermittelt und die Möglichkeiten der Trainingsgestaltung für
ein gesundheitsorientiertes Ausdauertraining in der Gruppe aufgezeigt.

 

Weitere Informationen als auch den Flyer gibt es unter folgendem Link:

http://www.turngau-hohenlohe.de/lehrgangsboerse/gymweltforum

 


Neue Laufkurse im VfL Herrenberg

Leichtathletik - Im März startet der VfL-Herrenberg-Lauftreff mit neu gestalteten Laufkursen in das Frühjahr. Nachdem der Treff im Herbst unter dem Dach der Leichtathletik-Abteilung gegründet wurde, ist man inzwischen schon zu einer größeren Gruppe von aktiven Läufern gewachsen.

Der Lauftreff trainiert immer donnerstags am VfL-Center (18 Uhr) und samstags am Waldfriedhof Herrenberg (15.30 Uhr). Nach dem Motto "Fit in den Sommer" werden ab März neue Kurse für Laufeinsteiger und Fortgeschrittene angeboten. In diesem Frühjahr ist es das große Ziel des Lauftreffs, mit allen seinen Laufgruppen am Stuttgart-Lauf am 17. Juli teilzunehmen. Mit zwei Vorträgen zur Ernährung und Trainingssteuerung will der Lauftreff seinen Teilnehmern Hintergrundwissen zum Thema Laufen vermitteln. Start ist am 17. März, mit einem Kennenlerntreffen und Gesundheitscheck im VfL-Center (17 Uhr). Zudem gibt es zwei neue Kurse fürs Bahntraining und einen Nordic-Walking-Kurs für Einsteiger. Alle drei Angebote werden auf der Homepage des Lauftreffs ausführlich beschrieben, die Anmeldung kann per E-Mail an die Adresse lauftreff@vfl-herrenberg.de oder unter der Nummer 0174 / 1 63 08 97 erfolgen.-gb-

www.vfl-herrenberg.de/Leichtathletik/

 

 


 

 

   

 

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